Solvente (stille) Liquidation

Auch der ultimative Weg (“das Aus”), kann eine Lösung sein. Wir wickeln für Sie nicht mehr (wirtschaftlich) lebensfähige Unternehmen ab; unter möglichst weitgehendem Erhalt der wirtschaftlichen Restsubstanz.

Eine solvente Liquidation ist mehr als ein einfaches “Wir führen einen Bereich nicht weiter”: Es ist eine strategische Entscheidung, die von Unternehmer/Gesellschafter, Management und Berater gemeinschaftlich auf fundierter Grundlage getroffen werden sollte. Es erfordert in der Umsetzung die saubere Trennung von Strukturen, Verträgen, Mitarbeitenden und IT-Systemen etc.

FAQ zur Solvente (stille) Liquidation

Wann ist eine solvente Liquidation sinnvoll?

Eine solvente Liquidation ist sinnvoll, wenn das Geschäftsmodell keine tragfähige Zukunft mehr hat, Gesellschafter das Unternehmen nicht fortführen möchten (z. B. bei Generationswechsel oder Investorenrückzug), einzelne Konzern- oder Zweckgesellschaften nicht mehr benötigt werden oder der Liquidationswert der Vermögensgegenstände den Fortführungswert übersteigt.

Der Vorteil gegenüber einer Insolvenz: Gesellschafter bestimmen Tempo und Reihenfolge selbst – ohne gerichtlich bestellten Verwalter, ohne Zeitdruck und ohne öffentliche Bekanntmachung.

Wie läuft eine solvente Liquidation ab?
  1. Planung: Liquidationsbilanz und Abwicklungsplan; Prüfung, ob das Vermögen zur vollständigen Gläubigerbefriedigung ausreicht.Gesellschaftsrechtliche Umsetzung: Gesellschafterbeschluss, Handelsregisteranmeldung, Bestellung von Liquidatoren.
  2. Gläubigerbefriedigung und Sperrjahr: Alle bekannten Gläubiger werden befriedigt. Das Restvermögen darf erst nach Ablauf eines Jahres an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.
  3. Verwertung der Vermögenswerte: Geordneter Verkauf von Assets (Immobilien, Maschinen, Forderungen, immaterielle Werte) – einzeln oder als Geschäftsbereich.
  4. Abschluss: Schlussrechnung, Vermögensverteilung, Löschung im Handelsregister.

Welche besonderen Herausforderungen gibt es bei solventer Liquidation?
  • Mitarbeitende: Arbeitsverhältnisse müssen aktiv beendet werden – inklusive Sozialplänen, Abfindungen und Transfermaßnahmen.
  • Verträge: Miet-, Leasing- und Lieferverträge laufen nicht automatisch aus. Kündigungen und Aufhebungsvereinbarungen müssen aktiv verhandelt werden.
  • Steuerliche Optimierung: Die Liquidation hat steuerliche Folgen (Schlussbesteuerung, Besteuerung der Ausschüttung). Frühzeitige Planung kann den Netto-Erlös deutlich erhöhen.
  • Zahlungsfähigkeit: Während der gesamten Liquidation muss das Unternehmen solvent bleiben. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit ist ein Wechsel ins Insolvenzverfahren rechtzeitig einzuleiten.
Warum horizon-re für die solvente Liquidation?

horizon-re begleitet solvente Liquidationen aus einer Hand: rechtlich, wirtschaftlich, steuerlich und operativ. Die Empfehlung zur Liquidation erfolgt nur, wenn sie tatsächlich die beste Option ist – alternativ wird klar kommuniziert, wenn Sanierung oder eine übertragende Lösung mehr Wert verspricht.

Als erfahrene Insolvenzberater und -verwalter kann das Team bei Bedarf nahtlos in ein gerichtliches Verfahren übergehen